Görlitz hat sich in den vergangenen Jahren zu einem echten Rollenmodell für viele Städte entwickelt, wenn es um Wärmeversorgung und Klimaneutralität geht. Das Grundziel der Stadt „Klimaneutralität 2030“ ist nicht eine starre Kennzahl, sondern Klimaneutralität als politische Vision mit deutlich messbarem Fortschritt bis 2030 – und das eng verknüpft mit mehr Lebensqualität. Grundlage dieser Entwicklung ist das wissenschaftlich fundierte Forschungsprojekt „TRUST“ des Leibniz Instituts für ökologische Raumentwicklung, das in vierjähriger Zusammenarbeit mit Stadt, Stadtwerken, Wirtschaft, Vereinen und der Zivilgesellschaft ein ganzheitliches und praxisnahes Transformationskonzept für Görlitz hervorbrachte. Ein zentrales Projekt ist dabei „United Heat“, das gemeinsam mit der Nachbarstadt Zgorzelec umgesetzt wird. Ziel ist, bis 2030 eine vollständig klimaneutrale Fernwärme zu erreichen – mithilfe von Biomasse, Solarthermie, Großwärmepumpen und Power-to-Heat-Technologien. Dadurch können jährlich rund 50.000 Tonnen CO₂ eingespart werden, was den Emissionen von etwa 28.000 Autos entspricht. Neben besserer Luftqualität und Versorgungssicherheit leistet Görlitz auch einen Beitrag zur Standort- und Gesundheitspolitik: weniger Lärm, saubere Luft, mehr Grünflächen und gezielter Hitzeschutz – besonders relevant angesichts zunehmender Hitzebelastung in Städten. Die Stadt setzt konsequent auf einen praxisorientierten Ansatz: Blühwiesen, Entsiegelung, Begrünung von Gleisen, Reparatur- und Sharing-Modelle sowie kleine Stadtwälder wurden bereits erfolgreich erprobt. Nicht jede Maßnahme gelingt auf Anhieb, doch Lernprozesse gehören ausdrücklich zum Konzept. Besonders erfolgreich ist der Aufbau stabiler Netzwerke zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft – ein zentraler Erfolgsfaktor, denn Görlitz ist aufgrund seiner Größe ein idealer Modellstandort für Transformationsprozesse. Die Ergebnisse sind dokumentiert und auf andere Städte übertragbar; eine neue Stelle in der Stadtverwaltung soll die weitere Umsetzung koordinieren. Wie der MDR berichtet, verfolgen andere Städte mit großem Interesse die Entwicklungen in Görlitz und hoffen, von diesen Erfahrungen profitieren zu können. Die CDU-Fraktion unterstützt diese Bestrebungen kontinuierlich und steht fest hinter dem Oberbürgermeister in seinem Vorhaben, Görlitz bis 2030 klimaneutral zu machen. Zahlreiche unterstützende Beschlussanträge wurden erfolgreich in den Stadtrat eingebracht, darunter die Forderung nach einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, die aktive Mitwirkung am oben beschriebenen Trust-Programm sowie die Initiierung weiterer Beschlüsse wie etwa die “Strategie zum Schwerpunkt Hitze”. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Stadt resilienter und besser auf extreme Wetterereignisse vorbereitet zu machen. Ebenso setzt sich die CDU-Fraktion für die Weiterentwicklung des Gesamtverkehrskonzeptes und die Förderung des Radverkehrs ein. Dazu gehören unter anderem die Errichtung von Fahrradständern und der Ausbau sicherer Radwege, die nicht nur die Mobilität nachhaltig verbessern, sondern auch einen Beitrag zur Lebensqualität und zur Klimaneutralität leisten. Görlitz zeigt eindrucksvoll, wie politisches Engagement und innovative Lösungsansätze eine Stadt zukunftsfähig machen können – und inspiriert damit viele andere Kommunen, eigene Wege zu gehen. Diese Maßnahmen sind für Görlitz von zentraler Bedeutung, weil sie weit über bloße „weiche“ Standortvorteile hinausgehen. Sie schaffen aktiv eine Umgebung, die nicht nur ökologisch und gesundheitlich überzeugt, sondern auch junge Familien und qualifizierte Fachkräfte anzieht. Eine lebenswerte, saubere und grüne Stadt wird zunehmend zum entscheidenden Faktor im Wettbewerb um die klügsten Köpfe und engagiertesten Menschen – und macht Görlitz so zu einem echten Magneten für die nächste Generation. Bildrechte: Matthias Schöneich
Am Donnerstag, dem 16. April 2026, wurde der Bolzplatz an der ehemaligen Grundschule Landheimstraße in Görlitz-Weinhübel mit einer feierlichen Zeremonie wiedereröffnet. Durch die Installation eines vierten Ballfangzauns zur Seite der früheren, mittlerweile geschlossenen Grundschule sowie eines neuen Eingangstores zur Karlstraße haben die Weinhübler nun die Möglichkeit, einen öffentlichen Bolzplatz direkt in ihrem Viertel zu nutzen. Für den Zaun wurden vorhandene Elemente vom alten Schulgelände umplatziert, sodass keine teuren Neuanschaffungen notwendig waren. Insbesondere die beiden ehemaligen Schüler der Grundschule Weinhübel, Sarah Berger und Johann Wagner, engagierten sich gemeinsam mit vielen weiteren Mitstreitern in ihren ehrenamtlichen politischen Funktionen in den letzten zwei Jahren intensiv für dieses Projekt, um das Quartier familienfreundlicher zu gestalten. Sarah Berger, Bürgerrätin in Weinhübel, erklärt zum Erfolg des gemeinsamen Einsatzes: „Die Sanierung und Wiedereröffnung des Bolzplatzes an der Karlstraße war im Bürgerrat Weinhübel schon lange ein großes Anliegen. Es freut mich besonders, dass wir mit meinem ehemaligen Mitschüler Johann Wagner einen engagierten Partner im Stadtrat gefunden haben. Er hat schließlich den entscheidenden Änderungsantrag zum städtischen Doppelhaushalt 2025/26 eingebracht, wodurch die nötigen Mittel für die Sanierung bereitgestellt wurden. Ohne diese Unterstützung hätten wir das Projekt im Bürgerrat allein niemals stemmen können.“ Stadtrat Johann Wagner, der die Sanierung des Bolzplatzes zum zentralen Punkt seines Wahlkampfs 2024 gemacht hatte, ergänzt: „Ohne das langjährige Engagement des Bürgerrats Weinhübel für unseren alten Grundschul-Bolzplatz wäre die Wiedereröffnung nicht möglich gewesen. Schon lange vor unserem gemeinsamen Einsatz hat der Bürgerrat nach ehrenamtlichen Lösungen zur Reaktivierung des Platzes gesucht, bis hin zur Organisation eines freiwilligen Schließdienstes. Es freut mich sehr, dass ein zentrales Wahlkampfthema jetzt umgesetzt wurde, und ich danke dem Bürgerrat und der Stadtverwaltung um Oberbürgermeister Octavian Ursu für die schnelle und umfassende Sanierung. Dank der neuen elektronischen Schließanlage ist ein manueller Schließdienst nicht mehr nötig, und mit den neuen Fußballtoren steht dem Spiel auf dem Platz nichts mehr im Wege.“ Das aktuelle Bild zeigt die beiden nun glücklich und dankbar auf dem frisch sanierten Bolzplatz, der bereits von vielen jungen Fußballern genutzt wird. Bildrechte: Till Börner
CDU-Fraktion unterstützt kommunale Wärmeplanung in Görlitz Die CDU-Fraktion im Stadtrat Görlitz spricht sich klar für die kommunale Wärmeplanung aus. Sie sieht darin eine große Chance für Eigentümer, ihre Heizungsanlagen gezielt und vorausschauend an die örtlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Die Wärmeplanung schafft Planungssicherheit, ermöglicht Investitionen mit Weitblick und trägt dazu bei, Kosten langfristig zu senken. Darüber hinaus fördert sie Innovation und Klimaschutz, etwa durch die Integration erneuerbarer Energien und neuer Technologien. Für weitere Informationen steht die CDU-Fraktion gerne zur Verfügung. Bild: Canva Stock